Camping ist eines der Segmente des italienischen Tourismus mit dem konstantesten Wachstum der letzten 10 Jahre. Die Pandemie hat den Outdoor-Trend beschleunigt, und Camping profitiert von einem doppelten Vorteil: niedrigere Kosten im Vergleich zur Hotellerie und eine Flexibilität, die andere Segmente nicht bieten.
Die Branchendaten für 2024 (Daten von ISTAT/Federcamping)
| Indikator | Wert 2024 | Veränderung gegenüber 2023 |
|---|---|---|
| Campingplätze in Italien | 2.680 | +0,8% |
| Gesamtzahl der Stellplätze | ~310.000 | +1,2% |
| Übernachtungen insgesamt | 62,4 Millionen | +4,1% |
| Ankünfte insgesamt | 14,8 Millionen | +3,8% |
| Durchschnittliche Aufenthaltsdauer | 4,2 Nächte | Stabil |
| Anteil ausländischer Übernachtungen | 52% | +2 Prozentpunkte |
| Geschätzter Branchenumsatz | € 4,2 Milliarden | +7,3% |
Die 5 Trends, die die Branche verändern
- Glamping stark im Aufschwung: Gäste sind bereit, das 3–5-Fache des Standardtarifs für ein hochwertiges Erlebnis unter freiem Himmel zu zahlen. Laut den wichtigsten Branchenanalysen wächst dieses Segment schneller als das traditionelle Camping.
- Elektrische Camper: 2024 wurden 25% mehr Plug-in-Fahrzeuge verkauft. Campingplätze ohne Ladestationen für Elektrofahrzeuge werden Marktanteile verlieren.
- Self-Check-in obligatorisch: 60% der Gäste bevorzugen den eigenständigen Check-in gegenüber dem Check-in mit Personal.
- Nachhaltigkeit als Marketinginstrument: 34% der Gäste wählen die Unterkunft auch auf Grundlage der Umweltinitiativen aus.
- Digitalisierung der Verwaltung: 45% der italienischen Campingplätze verwenden noch Excel-Tabellen oder Papier. Wer digitalisiert, hat einen klaren Wettbewerbsvorteil.
Prognosen für 2025: ISTAT schätzt für 2025 ein Wachstum der Campingübernachtungen von 3–5%, getragen von der Nachfrage aus Deutschland, den Niederlanden und Nordeuropa. Die Campingplätze in Süditalien und auf den Inseln verfügen über das größte ungenutzte Potenzial.
