Der richtige Preis für einen Stellplatz ist nicht „das, was die anderen verlangen“. Es ist der Preis, der alle Ihre Kosten deckt, eine angemessene Marge lässt und auf dem Markt wettbewerbsfähig bleibt. Für die Berechnung müssen Sie drei Zahlen kennen: die jährlichen Fixkosten, die variablen Kosten pro Nacht und die erwartete Auslastung.
Die jährlichen Fixkosten eines Campingplatzes
- Miete oder Darlehen für das Grundstück oder die Immobilien
- Festangestellte Mitarbeiter (Leitung, Wartung)
- Fixe Nebenkosten (Strom, Wasser, Gas als Grundgebühr)
- Versicherungen, Steuern, Lizenzen
- Abschreibung der Infrastruktur (Zaun, Straßen, Schwimmbad)
- Marketing und Softwaregebühren (Verwaltungssoftware, Channel-Manager)
Formel für den Break-even-Preis pro Stellplatz
Mindestpreis = (Jährliche Fixkosten ÷ Stellplätze) ÷ Öffnungsnächte × (100 ÷ erwartete Auslastung %) + Variable Kosten pro Nacht
Beispiel: Campingplatz mit 80 Stellplätzen, Fixkosten von € 120.000/Jahr, 120 Öffnungsnächten, erwarteter Auslastung von 75 %, variablen Kosten von € 8/Nacht. Mindestpreis = (€ 120.000 ÷ 80) ÷ 120 × (100/75) + € 8 = € 12,50 + € 8 = € 20,50/Nacht. Unter diesem Preis machen Sie Verlust.
Zielpreis: Die Marge hinzufügen
Der Zielpreis addiert zum Mindestpreis die gewünschte Gewinnmarge (typischerweise 20–30 % für einen gut geführten Campingplatz) und berücksichtigt die Konkurrenz. Wenn ähnliche Campingplätze in Ihrer Region € 35–45/Nacht verlangen und Ihr Mindestpreis € 20 beträgt, können Sie in der Hochsaison € 38–42 anstreben.
