In Italien betreiben etwa 3 Millionen Menschen mit körperlicher Behinderung Tourismus. Viele bevorzugen Camping gerade wegen der Natur und des großzügigen Raums. Ein barrierefreier Campingplatz ist nicht nur eine gesetzliche Verpflichtung: Er erschließt einen Markt, den Wettbewerber häufig vernachlässigen.
Was die Vorschriften besagen
DM 236/1989 und DPR 503/1996 legen die technischen Anforderungen an die Barrierefreiheit fest. Für Campingplätze fordert die Circolare ministeriale n. 14 del 1993:
- Mindestens 5 % der Stellplätze (mindestens 1) müssen für Personen im Rollstuhl zugänglich sein.
- Barrierefreie Wege von den Parkplätzen zu den barrierefreien Stellplätzen.
- Barrierefreie Sanitäranlagen: Duschkabine mit festem oder abnehmbarem Sitz, WC mit seitlichem Bewegungsraum von 80 cm, Waschbecken in 80 cm Höhe über dem Boden.
- Bodenbelag: In den Verkehrsflächen kompakt und nicht verformbar (z. B. befestigter Untergrund, Asphalt).
- Beschilderung: Das internationale Barrierefreiheitssymbol muss vom Eingang aus sichtbar sein.
Steuerliche Vergünstigungen für die Anpassung
Arbeiten zur Beseitigung architektonischer Barrieren profitieren von einem IRPEF-Steuerabzug von 75 % (Legge di Bilancio 2022), der mit anderen baulichen Förderungen kombinierbar ist. Beherbergungsbetriebe können außerdem auf Fördermittel der regionalen PSR zugreifen.
Zertifizieren Sie Ihre Barrierefreiheit mit der AccessiWay-Karte oder ähnlichen Angeboten: Dadurch verbessern Sie Ihre Platzierung auf Booking.com (Filter „barrierefreie Unterkünfte“) und bei Google mithilfe des schema.org-Markups.
