Revenue Management bedeutet nicht, im August die Preise willkürlich zu erhöhen. Es ist eine Disziplin, die historische Nachfrage, die erwartete zukünftige Nachfrage, den Wettbewerb und das Verhalten der Gäste analysiert, um Preise und Verfügbarkeit in Echtzeit zu optimieren. Für einen Campingplatz ist die wichtigste Kennzahl der RevPAP (Revenue Per Available Pitch — Umsatz pro verfügbarem Stellplatz).
Die Stellhebel des Revenue Managements für Campingplätze
- Gestaffelte Saisonpreise: nicht nur Hoch- und Nebensaison, sondern mindestens 5–6 Preisstufen im Jahresverlauf, die auf der tatsächlichen Nachfrage basieren.
- Mindestaufenthaltsdauer: Fordern Sie an stark nachgefragten Wochenenden mindestens 3–4 Nächte. Reduzieren Sie den Mindestaufenthalt, je näher das Datum rückt, wenn noch Verfügbarkeit besteht.
- Kontrolliertes Overbooking: Verkaufen Sie 3–5% mehr Plätze, da erfahrungsgemäß 4% stornieren. Mit einer gut verwalteten Warteliste ist der Campingplatz immer voll, ohne dass es zu Unannehmlichkeiten kommt.
- Differenzierung nach Stellplatzart: Stellplätze mit Schatten, Meerblick oder zusätzlichen Leistungen sind 20–40% mehr wert. Segmentieren Sie sie und legen Sie separate Preise fest.
- Last Room Value: Die letzten 5–10 verfügbaren Stellplätze am Wochenende werden nicht verschleudert. Wer kurzfristig bucht, zahlt mehr, nicht weniger.
So messen Sie den RevPAP
RevPAP = Gesamterlös der Stellplätze ÷ Anzahl der verfügbaren Stellplätze × Tage im Zeitraum. Ovvo Camping berechnet den RevPAP automatisch für jeden Zeitraum und vergleicht ihn mit historischen Daten. So können Sie erkennen, ob Sie sich im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres verbessern.
Ein Campingplatz mit 100 Stellplätzen, einem durchschnittlichen Preis von € 40/Nacht und 85% Auslastung über 90 Tage erzielt einen Umsatz von € 306.000. Mit Revenue Management (92% Auslastung, € 46 durchschnittlicher Preis pro Nacht) beträgt der Umsatz € 380.000: + € 74.000 bei gleicher Anlagenstruktur.
