Die manuelle Bewässerung oder eine feste Zeitschaltuhr ist die ineffizienteste Art, Wasser auf einem Campingplatz zu verwalten. Eine feste Zeitschaltuhr bewässert auch dann, wenn es gerade geregnet hat, oder bewässert an den heißesten Tagen nicht ausreichend. Bodenfeuchtigkeitssensoren in Verbindung mit einem IoT-Controller lösen beide Probleme.
So funktioniert ein IoT-Bewässerungssystem
- 1Die kapazitiven Feuchtigkeitssensoren im Boden messen alle 15 Minuten die Feuchtigkeit und übertragen die Daten über Wi-Fi oder LoRaWAN.
- 2Der Controller (IoT controller oder Raspberry Pi) empfängt die Daten und vergleicht sie mit den konfigurierten Schwellenwerten.
- 3Liegt die Feuchtigkeit unter dem Schwellenwert, aktiviert der Controller die Magnetventile für die entsprechende Zone.
- 4Die Integration mit der Wetter-API (OpenWeatherMap) berücksichtigt den erwarteten Regen im Voraus und sperrt die Bewässerung.
- 5Das Verbrauchsprotokoll zeigt die pro Zone verwendeten Liter an und ermöglicht eine saisonweise Optimierung.
Kosten eines IoT-Systems für die Bewässerung eines Campingplatzes
| Komponente | Kosten |
|---|---|
| Kapazitiver Feuchtigkeitssensor | € 5–15 pro Stück |
| 24-V-Magnetventil | € 15–40 pro Stück |
| IoT controller-Controller + Relais | € 20–40 |
| Programmierung und Konfiguration | € 200–500 |
Beispielszenario: Ein Campingplatz mit 2 Hektar und 12 automatisierten Bewässerungszonen könnte den sommerlichen Wasserverbrauch im ersten Jahr um 25–40 % reduzieren, mit einer geschätzten Ersparnis bei der Wasserrechnung von etwa € 1.000–2.000. Die tatsächlichen Ergebnisse hängen vom bestehenden Bewässerungssystem, der Bodenstruktur und dem Ausgangsverbrauch ab.
